Aktionäre – Rechte und Pflichten

Natürlich haben auch Aktionäre Rechte, aber auch Pflichten. Diese sind sogar im Aktiengesetz festgehalten, es gilt für ihn aber in der Hauptsache, dass er eine Gewinnbeteiligung bekommt, sowie auch das Recht, an Versammlungen teilzunehmen und seine Stimme abzugeben.

Jeder Besitzer von Aktien hat aber auch dazu gehörende Pflichten, darüber sollte sich jeder der Aktionär werden möchte, bewusst sein. Diesen Pflichten sollte nicht nur, er muss ihnen sogar nachkommen, ansonsten kann das schwerwiegende Folgen haben.

Welche Rechte sind festgelegt?

Wie schon erwähnt, hat ein Aktionär ein Recht, an Versammlungen und Sitzungen teilzunehmen. Ein Aktionär muss aber im Vorfeld seine Teilnahme ankündigen und auch bestimmte Fragen die er stellen wird, sollten abgesprochen werden. Der Bilanzgewinn wird einen Aktionär besonders interessieren, das ist nicht außergewöhnlich, denn eine Gewinnausschüttung kommt ihm natürlich zu gute.

Der Sinn warum eine Person Aktionär werden möchte, besteht natürlich darin, Geld zu machen. Er bekommt eine Dividendenzahlung, die so hoch wie möglich ausfallen soll. Die Ausschüttung richtet sich danach, wie viele Aktien ihm gehören, wobei nicht immer die Zahlung gleich hoch sein muss, denn es gibt unterschiedliche Arten von Aktien.

Die weiteren Rechte eines Aktionärs sind, dass er über eine Verwendung des Gewinns mit abstimmen kann und er kann auch einen Kurs des Unternehmens mit bestimmen. Hierzu zählen in erster Linie, ob eine Firma übernommen werden soll oder ob es einen Wechsel beim Vorstand geben sollte.

Diese Pflichten obliegen einem Aktionär

Ein Aktionär hat zwar ausreichend Rechte, er hat zudem auch Pflichten, die für alle aber eigentlich selbstverständlich sind. Werden von ihm Aktien geordert, sind diese selbstverständlich zu bezahlen. Wartet er damit zu lange, können Strafzinsen erhoben werden, es droht ein Schadensersatz oder er bekommt sogar eine sogenannte Vertragsstrafe. Allerdings kann er im Vorfeld prüfen, das ein Unternehmen nicht schon bereits rote Zahlen schreibt, dann braucht er kein Geld fließen zu lassen.

Eine Treuepflicht hat jeder Aktionär, denn er ist verpflichtet seinem „ Unternehmen“ nicht zu schaden, sowie auch die Interessen zu wahren und Rücksicht auf eventuelle andere Aktionäre zu nehmen.

Was muss ein Aktionär wissen?

Das wichtigste für einen Aktionär ist Geld zu verdienen, denn die Einlage die er macht, soll schließlich Früchte tragen. Am meisten kann er verdienen, wenn er sich an einem Unternehmen beteiligt, das vor einer Übernahme steht oder gerade damit befasst ist, sich eine neue Fabrik oder ähnliches zu bauen. Das alles lohnt sich aber nur dann, wenn keine Bank involviert ist, die ein Darlehen dazu vergeben hat, sondern wenn alles aus Eigenkapital finanziert wird. Der Sinn liegt darin, dass keinerlei Zinsen gezahlt werden müssen.

Einmal pro Jahr findet eine Hauptversammlung statt, die ein Aktionär sehnsüchtig erwartet. Dabei wird es nicht so wichtig sein, dass er kostenlos Essen darf, sondern er wird darüber aufgeklärt, welchen Gewinn das Unternehmen gemacht hat. Hieraus ist zu erkennen, wie hoch seine Dividende ausfallen wird.

Im Vorfeld einer jeden Hauptversammlung wird eine Einladung verschickt, die ein Aktionär beantworten muss, ob er teilnimmt oder nicht. Möchte er gern dabei sein, bekommt er eine Eintrittskarte, die ihn berechtigt teilzunehmen.

Ein Aktionär kann gut erwirtschaften, wenn er Bezugsrechte erhält. Durch sie wird sichergestellt, dass der Aktionär bei einer eventuellen Kapitalerhöhung bevorzugt behandelt wird. Diese greift dann, wenn neue Aktien des Unternehmens auf den Markt kommen, denn dann haben auch andere Chancen sich diese zu sichern.

Aktionäre, die berühmt wurden

Es gibt mehrere Personen die sich als Aktionäre einen Namen gemacht haben. Dazu zählt unter anderem Peter Lynch. Zu seiner Vita zählt, dass er gerade in den Jahren zwischen 1977 und 1990 eine Rendite von mehr als 29 Prozent erwirtschaftet hat. Zu weiterem Ruhm kam er, als er dazu noch Bücher verfasste, die schon längst zu den Investment- Klassikern gehören. Hierunter finden sich Titel wie: „ Der Börse einen Schritt voraus“ oder „ Wie auch Sie mit Aktien Geld verdienen können“.

Der zweite berühmte Anleger ist John „ Jack“ Bogle. Er war der Gründer von einem der größten Investmentkonzerne, die es je gab, nämlich von der Vanguard Group. Er hat dafür gesorgt, dass der Indexfond ein schnelles Wachstum erreicht hat.

Nicht zu vergessen ist unter den berühmten Namen auch Warren Buffet. Er half dabei, ein unscheinbares Textilunternehmen zu einem der größten Versicherungs- und Industriemischkonzerne zu machen. Nicht nur unter Aktionären machte er sich einen Namen, denn jährlich schrieb er Briefe an Berkshire Aktionäre, in denen er nicht nur half Schwachstellen aufzudecken, sondern auch bestimmte Erlebnisse mitteilte.

Was sind eigentlich Aktien?

Kauft jemand Anteile an einem Unternehmen wird er automatisch Aktionär. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein großes oder kleines Unternehmen handelt, nur bei dem Gewinn müssen Abstriche gemacht werden. Der Aktionär wird praktisch zum Miteigentümer, obwohl er das Unternehmen nicht mit aufgebaut hat, sondern nur Geld gegeben und dafür seine Aktien bekommen hat.

Aktionär kann jeder werden, der über genügend Geld verfügt, um sich an der Börse Aktien zu kaufen, so beteiligt er sich dann, an der betreffenden Firma. Wird eine Aktie erworben, hat der Käufer ein sogenanntes Vermögensrecht. Das gewährleistet ihm, dass er Anspruch auf eine Dividende hat, die in der Regel einmal im Jahr zur Ausschüttung kommen.

Dürfen Aktien auch verkauft werden?

Natürlich kann jemand, der über Aktien verfügt, diese auch wieder veräußern. Das kann diverse Ursachen haben, in der Regel geschieht es dann, wenn der Aktionär mit der Firmenpolitik nicht einverstanden ist oder das Unternehmen nicht mehr genügend Gewinn abwirft.

Der Wert einer Aktie kann schon leiden, wenn es nur Gerüchte über ein Unternehmen gibt, dass eventuell eine Insolvenz angemeldet werden muss. Manchmal reichen aber schon Kleinigkeiten aus, wenn ein Geschäftsjahr nicht ganz so erfolgreich war, wie in der Vergangenheit. Die Wertentwicklung einer Aktie ist auch ausschlaggebend, denn eine Aktie kann selten mit einem Gewinn verkauft werden. Diese kann am Aktienkurs erkannt werden, der entweder steigt oder fällt.

Bevor ein Aktionär seine Aktien verkauft, wird er sich über einen bestimmten Zeitraum informieren, um dann zu einem günstigen Zeitpunkt zuzuschlagen, um so wenig Verlust wie irgend möglich zu machen.